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knollendroseraknollendrosera wachsen hauptsächlich im südwestlichen australien. man kann sie aufgrund ihres erscheinungsbildes in 3 verschiedene gruppen aufteilen.Sektion Ergaleium: aufrecht stehende und kletternde Sektion Stolonifera: fächerblättrige Sektion Erythrorrhiza: bodenrosetten bildende das spezielle am wachstum dieser pflanzen ist, dass sie während des australischen winters wachsen und sich im trockenen sommer in eine unterirrdische knolle zurückziehen. die knollen liegen zwischen ca. 5cm und 60cm (60cm bei d. gigantea) unter der erdoberfläche. die knollen können bis zu 2cm durchmesser haben und sind meist rot, orange, hellpink oder weiss (manche auch gelblich). die meisten blüten der knollendrosera sind weiss, manche auch pink, rot (d. microphylla) oder gelb (z.b. d. subhirtella). die pflanzen bevorzugen unterschiedliche böden. zum einen unterschiedlich im bezug auf die zusammensetzung und auch im bezug auch die feuchtigkeit. häufige zusammensetzungen sind sandig/torfige böden, sandig/lemige oder laterit böden. allen gemein ist der tiefe gehalt an nährstoffen. für die kultur wird meist ein torf/quarzsand gemisch 1:1 genommen, obwohl die pflanzen in ziemlich unterschiedlichen böden wachsen. der quarzsand sollte eine körnung von ca. 1-3 mm haben. ein guter ersatz für laterit ist mir nicht bekannt. ich weiss auch nicht wie gut sich pflanzen, die bevorzugt in lateritböden wachsen, in normalem torf/quarzsand gemisch machen. wie gesagt unterscheiden sich die habitate nicht nur in der zusammensetzung sondern auch in der feuchtigkeit des bodens. manche knollen übersommern in knochentrockenem substrat andere in leicht feuchtem. ersterer fall ist allerdings häufiger. meist wird folgendes vorgehen für die kultur empfohlen: im herbst wartet man mit tränken, bis die grünen spitzen der pflanzen an der trockenen erdoberfläche auftauchen. dann beginnt man langsam mit giessen. manche leute "locken" die pflanzen auch aus dem sommerschlaf indem wenig auf die substratoberfläche gegossen wird. den winter über, wenn die pflanzen in vollem wachstum sind sollte man das substrat feucht bis nass halten (je nach art und grösse des topfs). während der wachstumsphase (winter) sollte die beleuchtungsdauer unter 12 h sein, am besten wäre die natürliche beleuchtungsdauer, die in unseren breiten zu dieser zeit auch herrscht. ausserdem sollten die pflanzen nicht zu warm stehen und eine nachtabsenkung ist ebenfalls empfehlenswert. ich glaube mal gelesen zu haben, dass die pflanzen bei temperaturen über 25°C einziehen, was den verlust der pflanzen bedeuten kann. vermehren kann man die pflanzen über samen. allerdings bilden die meisten knollensonnentaue nur samen bei kreuzbestäubung, d.h. man braucht zwei unterschiedliche klone, die gleichzeitig blühen. die einfacheren arten, wie z.b. d. peltata und d. auriculata sind jedoch selbstfertil. ein weiteres problem bei der vermehrung über samen ist, dass die samen vieler arten nur sehr schwer keimen. oft keimen samen erst 3 jahre nachdem man sie ausgesäht hat. es gibt viele vorschläge, wie man die samen zum keimen bringen kann. ich spreche hier allerdings nicht aus erfahrung:
in der natur wird es wohl so sein, dass die samen nach dem verdorren der mutterpflanze irgendwann im sommer auf den boden gelangen. im herbst wird das keimen ev. durch die sinkenden temperaturen, die feuchtigkeit oder substanzen, die von buschbränden herrühren ausgelöst. eine weitere art der vermehrung bei den knollensonnentauen ist die bildung von tochterknollen. diese kann man während dem sommer, frühestens einen monat nach vertrocknen des oberirdischen teils, absammeln. früher soll man die knollen nicht ausbuddeln, da die pflanze ev. immer noch damit beschäftigt ist den teil zwischen knolle und erdoberfläche (stolon) in die knolle zu transportieren. blatt- und triebstecklinge sollen auch funktionieren, zumindest mit einigen arten. allerdings würde das wohl nur sinn machen bei pflanzen, die nur schwer samen bilden und keine tochterknollen machen. und wo soll man die pflanzen nun halten? am besten wäre wohl ... natürlich, ein gewächshaus. dort kann man im winter die idealen bedingungen schaffen. eine alternative wäre ein wintergarten oder ein kühles zimmer mit viel licht. meine pflanzen stehen in letzterem. dieser text beruht nur zu einem sehr kleinen teil auf eigenen erfahrungen. die meisten informationen sind aus lowrie's "Carnivorous Plants of Australia Volume I" |
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Drosera peltataD. peltata ist ein knollenbildender sonnentau mit ziemlich grossem verbreitungsgebiet, das über australien hinaus bis neuseeland, indien und südostenasien reicht. D. peltata ist nah verwandt mit D. auriculata (früher war D. auriculata eine subspecies von D. peltata). in zukunft wird sich im D. peltata komplex wohl noch was tun (D. peltata var. gracilis, D. peltata var. foliosa). D. peltata gehört zur Sektion Ergaleium (aufrecht stehende knollendrosera). im australischen frühling bildet der sonnentau zuerst eine rosette und geht dann in das aurecht-wachsende stadium über.
als substrat habe ich bis jetzt reinen torf und ein torf/sand/split 2:1:1 gemisch verwendet. ich hatte sämlinge von d. peltata in kleinen töpfen gefüllt mit reinem torf. die pflanzen sind im ersten jahr nicht über das rosettenstadium hinausgewachsen. dann habe ich die pflanzen während der zweiten wachstumsperiode in einen grösseren topf umgetopft. im zweiten jahr haben sie dann nach der rosette einen stengel gebildet und im dritten jahr haben sie geblüht und samen angesetzt. in einem weiteren kleinen topf habe ich die pflanzen gelassen, bis sie geblüht haben. dieser topf war ca. 6cm hoch. als ich dann die knollen ausgegraben habe waren diese allerdings schon sehr nahe am boden des topfes (siehe bild 5). es war also gut, dass ich die knollen rausgenommen habe, sonst wären mir die knollen vielleicht nächsten winter vergammelt. ich beleuchte die pflanzen mit ziemlich intensivem kunstlicht. sie stehen schräg unter einer 150W nahd lampe oder unter hqi lampen.die temperaturen sind im winter tagsüber ca. 15°C und in der nacht ca. 5-10°C. die luftfeuchtigkeit ist sehr niedrig. zwischen 30 und 40%, ein normaler wert für zimmerluft im winter. ich weiss nicht, ob die pflanzen noch besser wachsen würden, wenn die luftfeuchtigkeit höher wäre. die pflanzen treiben unter meinen bediungungen im november aus und ziehen im mai wieder ein. d. peltata ist wirklich eine wunderschöne pflanze und eignet sich auch als knollenanfängerart. möchte man sich dann jedoch mit weiteren arten beschäftigen, dann ist diese art nicht besonders als tauschobjekt geeignet, da jeder knollensonnentausammler diese art schon besitzt. |
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