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Nepenthes
N. ampullaria
N. tentaculata

Nepenthes

nepenthes wachsen in tropischen regionen. grob werden sie in hochlandnepenthes und tieflandnepenthes unterteilt. zu den tieflandnepenthes werden sie gezählt, wenn sie bis zu einer höhe (M.ü.M) von ~1000 Metern wachsen. pflanzen, die in höheren regionen wachsen zählen zu den hochlandnepenthes. je höher der wachstumsstandort desto kühler sind die temperaturen. vor allem in der nacht sinken die temperaturen auf den tropischen bergen auch gegen 0°C (wobei das ein Extremfall ist). Folglich brauchen die Hochlandnepenthes eine Tag- Nachttemperaturdifferenz, um wirklich gut zu wachsen.
meine wenigen hochlandnepenthes haben im sommer tagsüber manchmal gegen die 30°C und mehr und auch in der nacht kühlt es manchmal nicht mehr unter 25°C ab. das sind aber bestimmt alles andere als ideale bedingungen für das wachstum bestimmter arten. meine n. lowii hat im sommer 2003 das wachstum fast ganz eingestellt. die n. tentaculata, die auch als hochlandnepenthes gilt, ist jedoch fröhlich weitergewachsen. im winter sind die temperaturen tagsüber oft nicht höher als 15°C und in der nacht manchmal unter 10°C.
nicht alle hochlandnepenthes sind gleich empfindlich was die temperaturen angeht. gewisse arten, wie n. alata, eignen sich z.b. sehr gut als anfängerpflanzen und man kann sie problemlos die ganze zeit bei zimmertemperatur halten.

meine tieflandarten wachsen in einem terrarium in meinem zimmer in dem es immer über 20°C ist. gewissen tiefländern dürfte das schon zuwenig sein und auch meine tieflandkannenpflanzen würden wohl schneller wachsen, wenn die temperaturen höher wären. so schlimm finde ich das aber gar nicht, ich wüsste gar nicht, wohin ich mit all den ausgewachsenen kannenpflanzen sollte.

im folgenden beschreibe arten mit denen ich erfahrungen gemacht habe.

Nepenthes ampullaria

ich habe mir 2000 eine n. ampullaria gekauft (5 cm durchmesser). 2003 ist sie einen halben meter lang und macht ansehnliche krüge. N. ampullaria wird bis zu 15 meter lang, wobei sie im kletternden stadium eher selten kannen machen soll. das kann ich nur bestätigen. nachdem der trieb ca. 30 cm lang war machte er keine kannen mehr. statt dessen begaennen die schlafenden augen an den blattbasen kleine blätter mit relativ grossen kannen zu machen. das schaut ziemlich speziell aus. eine eigenart von N. ampullaria ist es, dass die deckel der krüge diese nicht bedecken und das fast ausschliesslich nur eine art von kannen gebildet werden. hochkannen werde nur ganz selten in der natur beobachtet.
ich konnte schon oft kleine pflanzen, die an der basis der grossen pflanzen wuchsen, abtrennen und bewurzeln. geblüht hat die pflanze leider bis jetzt noch nie. stecklinge des kletternden triebes scheinen schwieriger zu bewurzeln zu sein.
N. ampullaria ist eine tieflandnepenthes (=hohe temperaturen). man kann sie relativ leicht zurückstutzen, wenn sie zu gross für das terrarium wird und die blattrosette hat einen nicht allzu grossen durchmesser, deshalb ist sie auch gut für ins terrarium geeignet (wo sie auch bei mir wächst).
also zurück zu meiner n. ampullaria. am anfang hatte ich sie in einem sehr kleinen terrarium in dem es viel zuwenig substrat hatte und wo es viel zu feucht für nepenthes war. das machte ihr aber nichts aus. dann kam sie in ein neues gefäss unter eine nahd-lampe. das umtopfen und den standortwechsel machten ihr ebenfalls nicht viel aus und sie begann wie wild zu wachsen. ausserdem ist sie unter dem starken kustlicht sehr gedrungen gewachsen und hat grosse kannen gemacht. jetzt brauche ich die nahd-lampe für ein anderes terrarium. das tieflandnepenthes terrarium wird jetzt von zwei leuchtstoffröhren beleuchtet. das hat sich ziemlich stark bemerkbar gemacht. sie wächst nun nicht mehr so gedrungen (schön) sondern macht jetzt viel grössere blätter aber kleinere kannen :-(. naja haupsache es geht ihr gut.
beim substrat habe ich immer darauf geachtet, dass es nicht zu sauer ist. d. h. ich habe dem torf wenig ton beigemischt. ausserdem habe ich noch rinde und perlite zugegeben.
auf jeden fall sollte man nepenthes nicht im anstau bewässern und auf ein durchlässiges substrat achten.
allgemein kann ich diese pflanze als anfängerpflanze empfehlen, auch wenn sie ziemlich schnell wächst.

Nepenthes tentaculata


N. tentaculata

N. tentaculata peritom
seit 2002 besitze ich eine n. tentaculata (Lumut, spotted). sie zählt zu den hochlandarten und wächst 700 bis 2550 M.ü.M. wenn die pflanze klein ist, soll man sie nicht gut von N. mulunensis unterscheiden können. im internet habe ich gelesen, dass sie ein lockeres substrat mit einem grossen anteil an sphagnum mag und nicht ganz einfach in der kultur sein soll. in so einen substratmix hab ich sie dann auch getopft. das war vermutlich sowas in der art:
torf:sphagnum:sand:styromull:blähton 3:3:1:2:1

in ca. 1.5 jahren ist die pflanze 40 cm gewachsen und hat ca. 10 kannen produziert (natürlich sind jetzt nicht mehr alle ganz). die kannen sind unterdessen [17.12.2003] ungefähr 8cm hoch.
ich halte sie in meinem hochlandterrarium. das terrarium wird automatisch ein wenig gelüftet und die pflanzen benebelt, hauptsächlich am abend (in den tropischen höhen zieht der nebel auch meist am abend auf). die temperaturen sind im sommer ca. 25°C tagsüber und 22°C in der nacht und im winter ca. 17°C tagsüber und 13°C in der nacht.
die pflanze steht nie im anstau. ich giesse sie nur ab und zu von oben und das ziemlich selten.
da die pflanze die decke des terrariums schon erreicht hat muss ich bald stecklinge machen.
[30. Jun. 2004] ich habe den trieb gedrittelt. die stecklinge trieben nach ca. einem monat neu aus und haben wurzeln begildet. die stecklinge hab ich ein durchlässiges nepenthessubstrat getopft, den unteren teil des stecklings (die schnittstelle) mit aktivkohle behandelt und in sphagnum gehüllt. der teil, der schon wurzeln hatte hat nun auch zwei basistriebe gebildet. stecklinge mit N. tentaculata scheinen also recht gut zu funktionieren.

die pflanze gefällt mir sehr gut, speziell das schwarze peristom meiner varietät. auch ist die wuchsform gut für eine terrarium geeignet.
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