Kultur / Übersicht
im reich der karnivoren gibt es ungefähr 600 species. die anzahl der species ist ständig im wandel, sei es evolutionär oder dass immer wieder mal neue species beschrieben oder alte wieder zusammen genommen werden. bei byblis sind zum beispiel kürzlich neue arten beschrieben worden (aquatica, rorida, filifolia). auch bei heliamphora gibt es im moment immer wieder neu beschriebene arten (hispida, folliculata, chimantensis). nur schon aus geschäftlichen gründen ist es wohl manchmal interessant eine neue species zu haben ;-).
darum kann es gut sein, dass die zahlen nicht mehr ganz stimmen. in der rechten spalte habe ich noch vermerkt wie schwierig die gattungen in der kultur sind. genaueres steht unter der tabelle.
(informationen aus dem buch von guido braem "fleischfressende pflanzen" und von der seite von plantarara, wo man sehr viele gute informationen findet und auch fleischfressende pflanzen kaufen kann)
ordnung familie gattung anzahl *
Bromeliales Bromeliaceae Brocchinia 1 m
Catopsis 1 -
Nepenthales Nepenthaceae Nepenthes 88 l-s
Droseraceae Aldrovanda 1 s
Dionaea 1 l
Drosera 164 l-s
Drosophyllum 1 m
Sarraceniales Sarraceniacea Darlingtonia 1 m
Heliamphora 8 m-s
Sarracenia 8 l-m
Saxifragales Byblidaceae Byblis 5 m-s
Cephalotaceae Cephalotus 1 m
Scrophulariales Lentibulariaceae Biovularia 4 -
Genlisea 21 m
Pinguicula 77 l-s
Utricularia 222 l-s
Myrtyniaceae Ibicella 3 -
Violales Dionocophyllaceae Triphyophyllum 1 -

legende:

*) diese spalte gibt an wie schwierig die arten zu halten sind. natürlich sind solche angaben relativ.
bei gewissen gattungen gibt es sehr schwierige pflanzen und auch sehr leichte (wie z.b. bei drosera). d. capensis ist eine sehr einfache art während gewisse knollendroseras schon wieder schwieriger sind.
auch bei den heliamphoras gibt es grosse unterschiede. ich hab die erfahrung gemacht, dass die hybriden mittel schwierig in der haltung sind. gewisse reine arten wie h. nutans aber schon wieder viel anspruchsvoller.
das selbe gilt für die nepenthes. gewisse tieflandarten und hybriden sind leicht. die hochlandarten wachsen jedoch sehr langsam und sind sehr anspruchsvoll.
ebenso gibt es bei den utricularias und pinguiculas grosse unterschiede.
triphyophyllum peltatum ist bei privatzüchtern soviel ich weiss noch nicht in kultur. das würde auch nicht viel sinn machen, da sie eine kletternde liane ist und sehr gross wird. soviel ich weiss ist sie erst in einigen botanischen gärten anzutreffen.
schlussendlich sind da noch die gattung byblis. hier ist byblis liniflora mittel schwierig in einem terrarium haltbar und rel. leicht über samen zu vermehren. auch ist sie in kultur viel mehr verbreitet als byblis gigantea. byblis gigantea gilt hingegen als sehr schwierig und ist auch nicht leicht zu bekommen.
ich mache auch angaben zu pflanzen mit denen ich selber gar keine erfahrungen habe. die informationen hierzu habe ich aus büchern usw.
l leicht: diese gattungen sind gut als anfängerarten geeignet.
m mittel: man sollte schon ein wenig erfahrung haben mit den pflanzen.
s schwierig bis sehr schwierig: diese pflanzen brauchen spezielle bedingungen und sind nur leuten zu empfehlen, die sich schon länger mit den pflanzen beschäftigen.
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