Terrarium / Terrarien Pflegen

terrarien pflegen

die motivation diesen text zu schreiben kam als meine terrarien immer unansehnlicher wurden und ich einiges an arbeit hatte die terrarien wieder zu putzen und ein wenig praktischer einzurichten. was einem nämlich nicht bewusst ist, wenn man seine terrarien einrichtet ist, dass diese auch einiges an arbeit brauchen um sie in stand zu halten.

töpfe vs. einpflanzen:
etwas vom schönsten ist es, ein bepflanztes terrarium anzuschauen, in dem man die pflanzen ganz natürlich in einer landschaft eingepflanzt sieht. das bedeutet allerdings auch wesentlich mehr arbeit, denn das substrat muss man alle jahre mal auswechseln und möchte man eine pflanze austopfen oder an einen anderen ort stellen, dann hat man ziemlich viel arbeit. einfacher ist es die pflanzen in töpfen in die terrarien zu stellen. für den anfang würde ich die zweite methode bevorzugen, bis man die pflanzen voll im griff hat und sich ein wenig auskennt. in den unteren fotos sieht man beide versionen.



terrarium ohne töpfe


miniterrarium


terrarium mit töpfen

algen:
in meinen beiden tropischen terrarien sah man diesen frühling am boden eine bräunliche, mit algen durchzogene sauce. kein sehr schöner anblick und ausserdem roch es auch nicht besonders (wenn auch nicht sonderlich stark). abhilfe gegen die algenbildung am boden wäre ein ablauf, den man öffnen und schliessen kann. einen solchen werde ich beim nächsten terrarium auch bestimmt einbauen. da meine pflanzen in diesen terrarien sowieso nicht auf dem boden stehen, sondern erhöht auf einem rost und die meisten nicht im anstau, würde das fehlende wasser am boden auch nicht stören. ein weiterer trick ist es unter das terrarium eine schwarze unterlage zu legen (vgl. bild 1 und bild 2). so sieht man die algen nicht und auch die pflanzen kommen viel mehr zur geltung. ausserdem verschwinden so auch die schwarzen plastiktöpfe vor dem schwarzen hintergrund. ich sauge das wasser mit hilfe eines schlauches ab (bild 3). das eine ende ist ein steifes rohr, das andere ein flexibler schlauch. das feste rohr kann man in das terrarium stellen, ansaugen und warten, bis alles wasser abgelaufen ist. das muss ich bei meinem hochlandterrarien alle zwei monate mal machen.



bild 1: terrarium ohne schwarze unterlage


bild 2: terrarium mit schwarzer unterlage


bild 3: wasser ablaufen lassen

schalen:
ich habe auch begonnen kleine schalen aus aluminiumblech zu machen, die genau in meine terrarien passen (bild 4). so kann ich pflanzen mit verschiedenen wasseransprüchen im selben terrarium halten. zum beispiel hab ich im selben terrarium utricularias mit genliseas in einer schale stehen und im gleichen terrarium nepenthes und drosera, denen ich weniger wasser gebe. ausserdem kann man so die pflanzen auch schneller aus dem terrarium entfernen um es zu putzen usw. (falls keine deckscheibenauflagefläche im weg ist).



bild 4: terrarium ohne
schwarze unterlage

rost:
meine nepenthes und heliamphora stehen nicht im anstau. ich hatte die pflanzen früher auf einem plastikrost und umgekehrten töpfen stehen (bild 5). lange habe ich mir überlegt wie man das am besten machen könnte, dass es auch ein bisschen was fürs auge ist. ich hab mir jetzt aus drahtgitter ein rechteck ausgeschnitten das genau ins terrarium passt. das gitter habe ich auf umgekehrte töpfe gelegt. das schaut einigermassen aus, passt genau und ist günstig (bild 6, bild 2, bild 3).



bild 5: rost


bild 6: rost